Ryder-Cup AK30 vs. AK50

Ryder Cup am Sachsenwald

30vs50 RC

Was hat der Ryder-Cup eigentlich mit den zwei länglichen Schoko-Keksen zu tun, die mal ganz ähnlich hießen? Eigentlich gar nichts - außer vielleicht, dass es hier um zwei Mannschaften geht, von denen am Ende aber nur eine was auf den, nicht unbedingt länglichen, Keks kriegt!

So geschehen dann auch am 12. Oktober bei uns im Club.

An diesem Samstag spielten die AK30 und die AK50 das legendäre Spiel des britischen Saatguthändlers Samuel Ryder nach.
Doch wofür die Profis drei Tage und 18 Löcher zur Verfügung haben, mussten wir uns mit einem Tag und 9 Löchern begnügen.
In einem angepassten Matchplay-Modus, und mit von David Wüpper nach den Gesetzen der speziellen Relativitätstheorie ausgeklügelten Nettovorgaben, wurden über drei Runden à 9 Löcher zunächst Bestball (4er), dann Klassisch (4er) und am Ende 12 Einzel gespielt.

In den zwei Pausen wurden die Energiereserven dann nach einem von Hans-Peter Voigt höchstpersönlich entwickelten Ernährungsplan mit bekömmlicher Sportlernahrung aus dem Hause Schwiecker aufgefüllt: Kuchen, Schweinebraten, Sauerkraut, Kartoffelsalat, Tsatsiki und viel Senf. Dazu wurde ein isotonisches Getränk namens Radeberger gereicht. Ein solches Catering könnte sicherlich bei der Titelverteidigung im Ryder-Cup 2020 für Europa den entscheidenden Unterschied ausmachen, falls jemand Pádraig Harringtons Telefonnummer hat ... Bliebe dann nur noch die Frage, ob ein HVV-Tagesticket für die Fähre nach Wisconsin ausreicht, denn irgendwie muss der Schwiecker-Laster da ja hinkommen ...

Kommen wir zurück zum Wesentlichen.

Der Tag endete mit einem Gleichstand - allerdings nur was Stimmung, Spaß und Spannung anging. Hier haben beide Teams sich die volle Punktzahl von 24 gesichert. Egal welches Ergebnis reingebracht wurde, Tränen flossen lediglich vor Freude oder fielen aus den Wolken im Himmel über uns, davon dann allerdings auch reichlich viele ...

Sportlich zeigten aber die von Anfang an dominierenden Senioren von übermorgen der Jugend von vorgestern, wer mehr Schokolade auf den Matchplay-Keksen hat - und siegten deutlich mit 13,5 zu 10,5 Punkten!

Tabelle breit Ohne Logo

Besonders in den Vierern spielten die ausgefuchsten 50er ihre Erfahrung aus und legten so den Grundstein für ihren Sieg. Da konnten die 30er mit ihrem anschließenden Lauf in den Einzelmatches das Ergebnis nur noch kosmetisch korrigieren.
Ob es ein gutes Omen für die AK50 gewesen ist, dass der gute Herr Ryder erst im Alter von 50 das Golfspielen begann? Wir wissen es nicht, die dazu befragte Astrologin hatte sich bis Redaktionsschluss nicht zurückgemeldet.

Kommen wir am Ende aber noch zu einem etwas ernsteren Thema: Die Dopingproben werden in den nächsten Monaten ausgewertet. Während sich die 30er gerüchteweise mit Red Bull und reichlich Zigaretten gedopt haben sollen, heißt es, dass bei den 50ern Doppelherz und Klosterfrau im Spiel gewesen sein sollen. Eine erste Analyse hat vorab ergeben: Auf Bier und Schweinebraten sind sämtliche Proben positiv gestestet worden.

...          P. Pieschke